Auszüge aus der Schulchronik

In Filsum muss es schon sehr früh, spätestens ab dem 17. Jahrhundert,  Schulunterricht für die Kinder gegeben haben, den der Vikar der Gemeinde erteilte. 

Am 12. August 1733  wurde das Vikariat in Filsum durch eine “Hochfürstliche Resolution“ in eine “Schulbedienung“ geändert. Der Schulmeister erhielt die meisten der bis dahin zum Vikariat gehörenden Einkünfte.

Die Schulsituation in Filsum blieb aber, trotz der personellen Verbesserung, unbefriedigend, da sich das Schulgebäude in schlechtem Zustand befand. Daher wurde wohl 1736  südlich neben der Kirche ein neues Schulhaus mit Klassenzimmer und Lehrerwohnung gebaut. Da die Gemeinde angeblich kein Geld für den Neubau besaß, wurde das Geld dafür aus der Armenkasse genommen, musste aber nach langem Rechtsstreit dieser Kasse wieder zugeführt werden.

Der Lehrer hatte zu der Zeit, wie auch später noch, häufig Schwierigkeiten, die ihm zustehende Bezahlung zu bekommen, da, besonders im Sommer, die Kinder in der Landwirtschaft mithelfen mussten. Für diese Zeit wollten die Eltern kein Schulgeld zahlen, so dass der Lehrer, wie die meisten seiner Kollegen auf dem Lande, auf Einkünfte aus der eigenen Landwirtschaft angewiesen war. Daher gehörten 1858 Ländereien von 16,78 ha zur Schule, die zusammen mit den Erbpachten dem Lehrer mehr einbrachten als das eigentliche Schulgeld. Auch zu diesem Zeitpunkt wird noch immer über den schlechten Schulbesuch, vor allem im Sommer, geklagt. Das ändert sich erst, als gegen Ende des Jahrhunderts die Eltern unerlaubt fehlender Schüler den Behörden gemeldet werden müssen und dann von dort mit Geldstrafen belegt werden .

1858 wurde ein neues zweiklassiges Schulgebäude am Standort der heutigen Schule erbaut. Die Schule wurde von Kindern aus Filsum, Ammersum, Stallbrüggerfeld, Busboomsfehn und mit Unterbrechung Lammertsfehn besucht. 

1903 wurde auf Antrag von Lehrer Bruns der Schule ein Stück Land zur Erweiterung des Schulhofes überlassen, dass von den Knaben in den Turnstunden in Ordnung gebracht und bepflanzt wurde. Die Bepflanzung musste knapp zwei Jahre später erneuert werden. Dabei wurden vor der Schule zwei Kastanienbäume gepflanzt.

1959/60  wurde das Schulhaus um den Mittelteil und zwei Klassenräume sowie einen Raum für Kochlehrgänge erweitert. Auch wurde ein Nebengebäude mit Toiletten, Duschen, Abstellraum und Fahrradstand errichtet.

1966 Nachdem bislang die Jahrgänge 1-8 in Doppeljahrgangsklassen unterrichtet wurden, werden in diesem (Kurz)Schuljahr die Jahrgänge 7-9 nach Hollen ausgeschult. Die Schule erhält einen eigenen Telefonanschluss.

1967 wird aus Beschluss des Rates nach dem Beitritt der Gemeinde Detern zur Samtgemeinde die Schule in Detern als einzügige Schule ausgebaut. Bis zur Fertigstellung der baulichen Maßnahmen besuchen die Schüler aus Detern und Filsum im 5. und 6. Schuljahr die Schule in Filsum und im 7. bis 9. Schuljahr die Schule in Detern. Somit ist Unterricht in Jahrgangsklassen möglich.

 

Lehrer/Schulleiter(innen) der Schule Filsum

1. 1733 -   Johann Cramer            gest. 8.4.1753

2.               Bernhardus Coeler       gest. 12.7.1771  

                  (Ein Bruder des damaligen Pastors)

3.               Johann Gerdes            gest. 15.11.1810

4.              Johann Heinrich Elling  gest. 7.5.1819

5.               Heinrich Georg Bruns   gest. 12.9.1855

                 Ihm wurde als Gehilfe beigeordnet:

6. 1850      Hermann Johann Arnold Huisken  (gest.4.5.1905) 

                 der ab ca. 1855 dann  zunächst  alleiniger  Lehrer     

                 war.

Ab 1874 wurden nacheinander folgende im Lehrerseminar ausgebildete Lehrer eingesetzt:

1874   Otten

1882   Bohlen

1884   Groen

1886   Lemke

1888   Weeldt

1889   Hanss

1890   Bruns     (Er bekam die erste feste 2. Lehrerstelle)

 

7.  3.2.1901 -1932               Bruns

1901                                   Poppinga

ca.1902-1906                      Schäfer

1906-1908                          Hoer ( Er erschoss sich aus Scham über eine nicht bestandene Prüfung. )

1.1.1909                              Siegfried Park

1920                                  Christiane Elster 

                                         (Tochter des Pastors, als 3. Lehrkraft)

8.                                       Siegfried Park

 

9.  Ostern 1959                  Heinrich Meyer

10. 1959 -1.4.1964              Ekkehard Scharnberg

11.                                      Bäuerle

12.                                     Uwe Behrens

13. 31.7.2000                      Manfred Tosch

14. 1.8.2000 - 31.7.2006      Almut Stever

seit 1.8.2008                       Gunnar Hein